Autor Thema: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme  (Gelesen 3762 mal)

Offline des

  • Administrator
  • Glorious Metalhead
  • *****
  • Beiträge: 1320
Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« am: Oktober 24, 2008, 11:05:59 Vormittag »
Hallo Opasteve!

Sehr gelungenes Special, der Artikel spricht mir aus der Seele.

Einen weiteren Aspekt finde ich aber genauso ärgerlich und zwar den exzessiven Einsatz von Samples. Das beste (oder abschreckendste Beispiel) ist für mich die Nightwish Live-DVD bzw CD "End Of An ERA", wo ganze Orchester aus der Dose kommen und multiple Gesangsspuren von Tarja. Man verliert dabei den Überblick, was nun eingespielt wird und was wirklich live ist.

Ich fände es viel 'echter', wenn die Songs für Live-Auftritte down-sized werden anstelle alles mit Konserven zuzupappen. Außerdem geht meines Erachtens durch das Spielen nach Click-Track auch ein Teil der Sponanität verloren.

Außerdem: hat es eine 'normale' Rock-Combo nötig, ihre Backgroundchöre einzuspielen? Metallica, Iron Maiden verzichten drauf - dadurch klingen die Refrains live zwar roher und manchmal schrottig (siehe 'Can I Play With Madness' Live), aber dafür echt.
The world is full of Kings and Queens. Who blind your eyes then steal your dreams.

JoS

  • Gast
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #1 am: Oktober 24, 2008, 12:57:15 Nachmittag »
Nun, die Sache mit dem Klick ist natürlich so eine.
Um mal aus dem eigenen Erfahrungen zu sprechen: Es ist sehr gut, wenn man nach Klick probt, weil sich abläufe dann besser festigen. Live ist das immer so eine Sache. Aber vor allem bei kleinen Gigs, wenn der Drummer nichts mehr von der Band hört, ist es gut, wenn man sich voll und ganz auf ihn verlassen kann!

Offline des

  • Administrator
  • Glorious Metalhead
  • *****
  • Beiträge: 1320
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #2 am: Oktober 24, 2008, 07:55:10 Nachmittag »
Nun, die Sache mit dem Klick ist natürlich so eine.
Um mal aus dem eigenen Erfahrungen zu sprechen: Es ist sehr gut, wenn man nach Klick probt, weil sich abläufe dann besser festigen. Live ist das immer so eine Sache. Aber vor allem bei kleinen Gigs, wenn der Drummer nichts mehr von der Band hört, ist es gut, wenn man sich voll und ganz auf ihn verlassen kann!

okay, akzeptiert.

wie ist es bei euch - arbeitet ihr live viel mit samples?
The world is full of Kings and Queens. Who blind your eyes then steal your dreams.

Offline Lestat

  • Der Schatten, der die Nacht durchflattert
  • Senior Metalhead
  • ******
  • Beiträge: 883
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #3 am: Oktober 24, 2008, 11:39:09 Nachmittag »
Also, als ich noch in ner Band war, haben wir auch immer auf Klick gespielt - aus den von Jos angeführten Gründen. Was samples angeht: gab es keinen bedarf ;). Hatten auf CD auch passagen, die unsre Sängerin mehrstimmig eingesungen hat. Live war es halt dann nur noch eine Stimme - who cares?

JoS

  • Gast
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #4 am: Oktober 25, 2008, 11:50:25 Vormittag »
Nun, die Sache mit dem Klick ist natürlich so eine.
Um mal aus dem eigenen Erfahrungen zu sprechen: Es ist sehr gut, wenn man nach Klick probt, weil sich abläufe dann besser festigen. Live ist das immer so eine Sache. Aber vor allem bei kleinen Gigs, wenn der Drummer nichts mehr von der Band hört, ist es gut, wenn man sich voll und ganz auf ihn verlassen kann!

okay, akzeptiert.

wie ist es bei euch - arbeitet ihr live viel mit samples?

Ne, wir haben nen Keyboarder...bei uns is alles live ;)

Offline Opa Steve

  • Administrator
  • Glorious Metalhead
  • *****
  • Beiträge: 2004
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #5 am: Oktober 25, 2008, 12:38:03 Nachmittag »
Ich fände es viel 'echter', wenn die Songs für Live-Auftritte down-sized werden anstelle alles mit Konserven zuzupappen. Außerdem geht meines Erachtens durch das Spielen nach Click-Track auch ein Teil der Sponanität verloren.

Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen: wenn man Musik schreibt, sollte man sich entscheiden, ob man ein reines Studioprojekt macht, oder ein Bandprojekt. Wenn Musik live gespielt werden soll, dann soll sie auch auf CD so aufgenommen werden, wie man sie live reproduzieren kann.

Ich habe nichts gegen sehr aufwendige Musik, aber alles soll seinen Platz haben. Ich kann damit leben, wenn jemand 90 Spuren zukleistert um was Monumentales zu erschaffen, aber sich niemals dann mit 60 Spuren Playback auf die Bühne stellen will.

Und dann brauche ich live auch keinen Click. So viel Monitoring sollte möglich sein, dass man sich gegenseitig hört.

Opa

P.S.: wie bei fast allen Specials von mir gab's auch hier wieder einen Auslöser, nämlich das neue Gamma Ray Livealbum. Gemessen an meiner Vorfreude (als begeisterter Gamma Ray Live-Fan) eine herbe Enttäuschung.
« Letzte Änderung: Oktober 25, 2008, 12:45:13 Nachmittag von Opa Steve »

Offline Lestat

  • Der Schatten, der die Nacht durchflattert
  • Senior Metalhead
  • ******
  • Beiträge: 883
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #6 am: Oktober 25, 2008, 03:20:24 Nachmittag »
Soviel Monitor _sollte_ möglich sein - ist aber nicht immer. In den Regionen, in denen wir uns bewegt haben, war es nicht immer so, dass das Monitoring astrein hingehauen hat. Und dann ist nach Klick spielen schon was feines.

JoS

  • Gast
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #7 am: Oktober 26, 2008, 04:43:44 Nachmittag »
Da kann ich mich bei Lestat nur anschließen!

kex

  • Gast
Re: Neues Special sterbende Kultur der Live-Aufnahme
« Antwort #8 am: November 02, 2008, 03:47:23 Nachmittag »
ich glaub die Hauptkritik geht an die Großen, die es einfach anders machen könnten. Kleinen Bands macht sicher keiner (ich auf jeden Fall nicht) einen Vorwurf.