Autor Thema: Metal für Audiophile  (Gelesen 5972 mal)

Offline Lestat

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Metal für Audiophile
« am: Oktober 12, 2009, 03:57:57 Nachmittag »
So, bevor ich den anderen Thread durch immer weitere Posts und Edits zweckentfremde, hier mal meine (sich wahrscheinlich erweiternde) Liste an Platten, die auch oder gerade auf einer guten Anlage Spaß machen - ich beschränke mich jetzt mal auf harten Stoff und lasse Emiliana Torrini und Norah Jones außen vor ;).

BLIND GUARDIAN - "A Night At The Opera"
DIABLO SWING ORCHESTRA - "Butchers Ballroom"
RHAPHSODY (OF FIRE...jo) - "The Dark Saga"
RIVERSIDE - "Rapid Eye Movement"


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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #1 am: Oktober 12, 2009, 08:42:43 Nachmittag »

QUEENSRYCHE - Empire
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Vikingsgaard

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #2 am: Oktober 13, 2009, 07:52:35 Nachmittag »
LEGENDA - "Autumn"

Offline Opa Steve

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #3 am: Oktober 27, 2009, 11:20:03 Vormittag »
Na, dann jetzt auch mal von mir. Hat Spass gemacht, mal 'nen halben Vormittag durch paar übliche Verdächtige zu hören (auch wenn mich mein Gedächtnis doch bei einigen betrogen hatte - war wohl Wunschdenken mit im Spiel  :biggrin: ).

Hier meine spärliche Liste (die "nur guten" Scheiben hab ich bewusst mal außen vor gelassen):

Tool - Lateralus
Die Musik ist sehr komplex und würde unter schlechten Produktionen leiden. Die Lateralus war wirklich ein Volltreffer, weil selbst feinste Percussions neben den Gitarren ihren Raum finden. Der Nachfolger 10000 Days konnte da nicht mehr mithalten, obwohl er fetter klingt (aber auch komprimierter, und damit recht klinisch).

Mandrake - Mary Celeste
Gnadenlos verkannter Newcomer, hatten beim genialen Debütalbum das Glück, auf das Profi-Studio des Drummers zurückgreifen zu können. Unglaublich fette Klampfen und ein einzigartiges organisches Sounderlebnis. In dem dichten Sound geht nichts unter, und dennoch schafft er eine einzigartige Grundstimmung mit Charakter. Da fällt mir ein, dass ich doch auch mal ein Special über solche unbekannten Perlen lostreten sollte.... ;)

Grip Inc. - Solidify
Trotz hohem Druck eine sehr dynamisch klingende Scheibe. Vor allem wahrscheinlich die beste Drum-Produktion, die ich je gehört habe. Und da Dave Lombardo ohne Trigger spielt, ist das Sounderlebnis wirklich ein Hochgenuss. Gebt euch mal den Rausschmeißer 'Bug Juice'.

Devin Townsend - Terria
Ja, sicher, das Album ist komplett überproduziert. Aber dies wird bewusst als Stilmittel eingesetzt, denn Devin neigt immer dazu, jede Lücke im Sound zuzukleistern. Und das macht er perfekt. Während Studiofreaks wie Blind Guardian einfach nur eine laute Wand aus 100 Spuren aufbauen, erschafft Devin eine dreidimensionale Landschaft mit Tiefe.

Celtic Frost - Monotheist
Die Prediger des Primitiven in einer Audiophilen-Empfehlung? Jupp! Das Album ist nicht nur stimmungstechnisch ein Meilenstein, sondern auch produktionstechnisch. Selten ist es gelungen, brachiale Minimalität so klar auf Silberling zu bannen, ohne dass sie an empfundener Lautstärke einbußt oder künstlich aufgeblasen wirkt. Ein sehr intensives und unverfälschtes Erlebnis, und es war eine weise Entscheidung, Produzent Peter Tägtgren vom Endmix zu entbinden.

Opa

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #4 am: November 18, 2009, 01:53:33 Nachmittag »
Grip Inc. - Solidify
Trotz hohem Druck eine sehr dynamisch klingende Scheibe. Vor allem wahrscheinlich die beste Drum-Produktion, die ich je gehört habe. Und da Dave Lombardo ohne Trigger spielt, ist das Sounderlebnis wirklich ein Hochgenuss. Gebt euch mal den Rausschmeißer 'Bug Juice'.

Die wurde von Gitarrist Waldemar Sorychta produziert, der auch viele (oder gar alle?) Moonspell-Platten produziert hat.

@ Blind Guardian: ich mag die Platte schon ganz gerne, vor allem '...And Then There Was Silence' finde ich genial. Aber von der Produktion her ist sie mir too much, zu viele Gesangsspuren und zu viel Gitarrengedudel an allen Enden - und trotzdem irgendwie drucklos (zumindest in meinen Ohren  8) auf meiner Anlage).
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Offline Lestat

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #5 am: November 18, 2009, 08:19:27 Nachmittag »
Genau das ist es ja - dadurch, dass sie nicht auf Druck gesetzt haben blieb mehr Raum für Dynamik. Die Scheibe ist zwar kein Knaller, aber brutal lebendig.

Offline Wulfgar

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #6 am: Januar 15, 2010, 04:59:31 Nachmittag »
Ah super, wollte grade nen eigenen Thread dafür aufmachen. Audiophil...?
Dann am besten folgende:

GRAND MAGUS "Iron will"
JARI MÄENPÄÄ "Wintersun"
OPETH "Blackwater Park"
BLAZE "Tenth Dimension"
AMORPHIS "Eclipse"

Jap dat wärs wie ich finde alles Sahnestückchen. Kann man nicht immer hören aber im richtigen Moment kommts richtig gut.
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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #7 am: Januar 16, 2010, 03:05:17 Nachmittag »

Hey, noch einer, der GRAND MAGUS gut findet. Dazu passend: SPIRITUAL BEGGARDS - Ad Astra
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Offline Wulfgar

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #8 am: Januar 16, 2010, 04:32:10 Nachmittag »
Standard des,
der Gig aufm breeze war fantastisch. Hätte nicht gedacht das die so viel von der Albumatmosphäre auf die Bühne bringen. Aber warum noch einer steht der Rest nicht auf JB.?
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Offline Lestat

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #9 am: August 19, 2010, 11:52:32 Nachmittag »
...*zerr**zieh*

So ein Topic ist ganz schön schwer :D.

wollte es auf Grund meiner letzten CD-Käufe jedenfalls wieder reaktivieren.

1) Blind Guardian - At The Edge Of Time: Eine echt wahnsinnig gute Produktion, bei der es sich lohnt, eine Anlage zu haben, die ein gut differenziertes Klangbild hat.
2) Rhapsody: Sowohl die etwas ältere Symphony of ench. Lands pt2 als auch die neuere frozen tears of angels - beide zeigen mal wieder den Maßstab im Bombastmetal. Kaum eine andere Band räumt den klassischen Elementen so viel Raum ein, lässt so viel verspielte Elemente und Melodien zu. Und das alles zum genießen!
3) Helloween - Unarmed: Einfach geil. DIe CD ist nicht nur gut zu hören, sondern einfach auch genial produziert, den einzelnen Instrumenten wird schön viel Raum gegeben, es kommt ein toller Raumklang auf.


Achja, Edit: leider produktionstechnisch verhunzt wurde von Epica die "design your universe" - die Platte ist einfach nur überproduziert. Dadurch kommt das Orchester (das sie eingesetzt haben!)leider nicht mehr zur Geltung, die Musik ist stumpf und wird fast langweilig. Hat zwar was an Druck, aber nichts um sich hizusetzen und zu genießen... :(. So als CD an sich aber sehr gelungen.
« Letzte Änderung: August 19, 2010, 11:55:21 Nachmittag von Lestat »

Offline Wulfgar

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #10 am: August 24, 2010, 09:39:42 Vormittag »
´??? Maddin,
ich dachte 1. eigentlich, dass die neue Scheibe der blinden Gardinen eher die metallische Seite der Band hervorhebt, (ein bisschen dreckiger und härter eben)
         und 2. dass "A twist in the Myth" an Sound Dichte und Atmosphäre momentan das Referenzmodell ist.
Kann mich natürlich irren (weil ich die neue Scheibe auch noch nicht besitze) aber ich entnehme meine Infos aus deinem Interview und diversen Pressemeinungen.

Wie auch immer ich habe auch noch etwas Neues (eigentlich gar nicht neu) für mich entdeckt:
LIMBONIC ART: "In aboherrence dementia" das ist einfach der Knaller, ich bin sonst gar kein BM Fan aber mit diesen Orchestral Parts und der melodischen Variabilität gehören die definitiv in diesen Thread.
Kennt jemand die Platte? Wenn nicht wäre Nachholen eine richtig gute Idee.
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Offline Lestat

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Re: Metal für Audiophile
« Antwort #11 am: August 24, 2010, 10:10:34 Nachmittag »
Viel Doublebass und Riffgewitter stehen in keinem Widerspruch zu einer exzellenten Produktion, zumal, wenn ein Orchester mit dabei ist, dieser noch ein höherer Stellenwert zukommt. Und außerdem habe ich nirgendws gesagt, dass ich die Twist mies produziert finde. Nirgends. Nur zu weichgespült. Zu viel Gedüdel. Aber das ist Geschmackssache.