Autor Thema: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer  (Gelesen 4265 mal)

Vikingsgaard

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Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« am: Juni 11, 2010, 08:47:18 Nachmittag »
Ok, der Titel klingt sehr reißerisch aber leider trifft er genau den Nagel auf den Kopf. Gefunden habe ich diese Thematik bei welt.de und ich stimme in jedem Punkt mit Herrn Sarrazin überein! Kiekste hier:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article7994783/Sarrazin-warnt-vor-Verdummung-durch-Einwanderer.html

Es geht hier nicht um Fremdenfeindlichkeit sondern um traurige Tatsachen, die auch mir im alltäglichen Arbeitsleben zu schaffen machen. Sicherlich ist das für Außenstehende lustig, wenn der türkische Kollege am Funkgerät in die Antenne quatscht, an statt ins Micro, aber es hört dann auf lustig zu sein, wenn dein Leben daran hängt! Das krasseste Beispiel, geschehen vor 3 Wochen, führte zu umgehenden Untersuchungen durch die Berufsgenossenschaft und die Konzernleitung himself: Ein libanesischer Kollega war im Begriff eine Schlauchleitung zu trennen, die über 900 bar Wasserdruck enthielt. Zur Erinnerung: 1 bar sind 10m Wassersäule, der Strahl wäre also knapp 9km weiter aufgeschlagen! Der Mann hätte alles Lebende im Umkreis von 50m in kleine Scheibchen zerschnitten, ohne das die Opfer auch nur den Hauch einer Chance hätten. Was war passiert? Ganz einfach: er hat die Anweisungen NICHT verstanden, weil er a) der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig war und b) als Moslem sich von einem Ungläubigen nichts sagen lassen muss... Ist natürlich ein Argument. Dem Kollegen wurde an dem Abend noch fristlos gekündigt. War dieses Beispiel eine Lehre für die anderen Kollegen? "Ja, haba verstande! Kein Problem!" Jenau, deswegen darf ich am Wochenende wieder arbeiten und die Scheiße ausbügeln, kein Problem...

Offline des

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #1 am: Juni 12, 2010, 01:42:52 Vormittag »
Kann ich verstehen: in meiner Stammkneipe arbeitet neuerdings eine Kellnerin aus Dresden, die hat noch nie was von "Eitriger mit Buckel", "Fleischlaberl" oder "Mischbier" gehört. Sie faselt immer was von "Schorle", was auch immer das ist. Ich glaube, die will mich vergiften.
 :D
« Letzte Änderung: Juni 12, 2010, 06:31:35 Vormittag von des »
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kex

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #2 am: Juni 12, 2010, 08:57:34 Vormittag »
"Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent."

Hat der jetzt bei jedem einen kulturell angepassten IQ-Test gemacht oder was???

René was dein Beispiel angeht, stimme ich dir zu, aber der Verdummungsgeschichte muss ich widersprechen. Wenn dieses Land hier ein gescheites Bildungswesen hätte und seinen Pflichten bezüglich Integration und Inklusion nachkäme, dann bräuchten wir uns weniger Sorgen machen. Es kann doch nicht sein, dass dieser Mensch über Sozialisation erworbene Bildung mit IQ gleichsetzt!
Gleichzeitig soll er mir mal bitte erläutern, wie er denn über Haupt-, Lernhilfe- und Real- PB-Schüler und Gymnasiasten urteilt, letztere Gruppe oft zu doof zum Scheißen oder an der Uni einen Raum zu finden. Unser Bildungssystem leistet schon für Einheimische nicht das, was die IHK und freie Wirtschaft sich an Anforderungen wünschen.
Netterweise stellt Deutschland Aussiedlern, also aus Russland stammenden Immigranten, Intensivsprachkurse und Eingliederungshilfen kostenlos zur Verüfgung - gerade der Gruppe, die sich durchaus als die am besten gebildete bezeichnen darf.

Leute, die sich bewusst solchen Integrations- und Inklusionsangeboten entziehen (muss keine Anweisung annehmen, weil Muslim) sind da ne andere Schiene - das hat mit IQ nix zu tun, das ist menschlich bescheuert. Muss man sich aber auch nicht wundern, wenn man die Leute via Greencard oder anno dazumal per Gastarbeiterverträge ins Land holt getreu dem Motto "die gehn schon wieder, wenn wirs bloß aussitzen".

Es müssen beide Seiten was machen, her Sarazin könnte ja mal ne Stiftung ins Leben rufen, die in deutsche Haupt- und Lernhilfeschulen mal das an Geld reinpumpt, was nötig ist um das aufzufangen, was zu Hause an Bildung nicht geboten wird/ geboten werden kann, oder aber für ne gesunde Wohnvierteldurchmischung sorgen. Der haut immer nur auf die eine Seite drauf der Mann und könnte einfach mal ein paar gescheite Lösungsansätze bieten.

Dass der Betrieb diesen Mann rausgeworfen hat ist zum Beispiel nur konsequent, wenn das alle so machen würden und die Problematik angemessen angesprochen werden würde, könnte sich da ja auch vielleicht ne Lösung finden lassen. Beherrscht wer die sprachlichen Vorraussetzungen nicht, darf er eben nicht eingestellt werden - meine geistig Behinderten dürfen auf Grund dieser Tatsache ja auch 90% aller Berufe nicht ergreifen...

Offline Opa Steve

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #3 am: Juni 12, 2010, 10:35:51 Vormittag »
Hehe, der olle Thilo zündelt wieder  :zunge:  Dummerweise verpackt er eigentliche Wahrheiten als bewusste (und manchmal auch nicht tragbare) Provokationen und erreicht in der ersten Reaktion erst einmal Gegenwehr. Erst nach 3x Nachdenken merken viele, wo er vielleicht doch Recht hat.

Auch hier muss man mal wieder genau auf den Wortlaut achten, was auch die WELT nicht geschafft hat: Deutschland wird "durchschnittlich dümmer". Daran trägt ein hoher Migrantenanteil mit sprachlichen Defiziten sowie hoher Geburtenrate natürlich einen hohen Anteil, das ist mathematisch glasklar. Auf der anderen Seite schafft es aber Deutschland auch von alleine, durchschnittlich immer blöder zu werden. Weil nämlich die Zugangsbeschränkung zur allgemeinen Hochschulreife (vulgo Abitur) immer weniger funktioniert. Jeder Depp wird heute irgendwie auf's Gymnasium geschleust, und das Niveau muss entsprechend immer weiter abgesenkt werden. Da ich seit 20 Jahren auch immer wieder mit unseren Informatik-Azubis zu tun habe (90% Abiturienten) sehe ich den Verfall ziemlich deutlich. Und in unserer Region gibt es überhaupt keine nennenswerte Migrantenproblematik, die man dafür verantwortlich machen könnte.

Auf der anderen Seite sorgen mittlerweile hohe Vietnamesen-Anteile in ostdeutschen Gymnasien für eine Erhöhung des erreichten Bildungsdurchschnitts, weil diese Migranten durch ihre Kultur ein extremes Leistungsbewusstsein mitbringen. Komisch, geht doch!? Klar ist das alles "Bildung durch Sozialisation", aber was hilft uns ein hoher IQ, wenn die Person bildungsunwillig ist? Es reicht eben nicht, hier einen auf "Checker" zu machen, um sich später mit HartzIV und paar krummen Dingern nebenbei durchzumogeln.

Und man löst das Problem nicht durch staatliche "Angebote" (huhu, kex!), sondern durch Verpflichtungen. Bestehen eines Sprachkurses ist m.E. allererste Pflicht für Migranten. Und Durchsetzung der Schulpflicht für alle. Wenn Eltern notorischer Schwänzer (egal ob deutsch oder sonstwas) mal wie in England empfindliche Strafen für unentschuldigtes Fehlen der Kinners einkassieren würden, sähe das schon mal ganz anders aus. Und zurück zu klarem Leistungsprinzip statt Wischiwaschi-Mittelmaß für alle. Aber wir sind nun mal ein Volk von Sandalen- und Samthandschuh-Trägern, die für alles und jeden immer Verständnis haben....  :icon_wink:

Opa

Offline Lestat

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #4 am: Juni 12, 2010, 12:04:36 Nachmittag »
Zu dem Thema, dass es genug Bildungsverweigerer gibt, dürfte wahrscheinlich jeder mindestens eine Geschichte oder eine Erfahrung mit sich herum tragen. Entscheidend für die These, dass Deutschland verdumme, ist die Fragestellung, ob das nicht immer schon so war. Ich habe nun leider keine schriftlichen Belege in Form von Zitaten, aber bisher ätzte jede Generation über die nachfolgende, dass die nichts druff haben außer Zahnbelag und unser Land, ach was, die gesamte Menscheit zu Grunde gehen wird.

Was das Problem der Verdummung durch nicht-Deutsche angeht: klar sind das keine Intelligenzbestien bei unserem Einwanderungsrecht bzw. bei der Vorgeschichte. Die Gastarbeiter waren ja wohl selten Leute, die in ihrem eigenen Land Kraft Intelligenz und Fähigkeit in der Lage waren, erfolgreich zu sein. Sondern die Gescheiterten, die eine neue Chance wollten. Aber das würde ich mal nicht an der Herkunft, sondern an der Schichzugehörigkeit festmachen. Und ich bediene mich einfach mal Herrn Sarazins Methoden und stelle eine nicht nachweisebare, aber sinnig klingende These in den Raum: Nehmen wir an, in Deutschland lebten nur "Arier", dann gäbe es dennoch einen Unterschichtenanteil wie den heutigen, nur ohne Migrationshintergrund. Der Platz bzw. die Rolle wird halt jetzt durch Zuwanderer etwas bildungsferner Schichten gefüllt.

Und noch kurz was zum sinkenden Niveau an Gymnasien: Also zumindest in BaWü war ich der letzte Jahrgang bevor das Niveau an Gymnasien drastisch erhöht wurde (mehr Prüfungsfächer, Mathe bis zum bitteren Ende Hauptfach, war vorher auch 3-stündig machbar). Und PISA bestätigte Deutschland eine gute Elite - nur darunter mangelte es ganz gewaltig. Und wir brauchen keine tolle, schmale Elite, sondern einen gut gebildeteten Mittelbau, der es schafft, die Aufgaben, die noch anfallen, auch bewältigen zu können.

kex

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #5 am: Juni 12, 2010, 03:02:25 Nachmittag »


Und noch kurz was zum sinkenden Niveau an Gymnasien: Also zumindest in BaWü war ich der letzte Jahrgang bevor das Niveau an Gymnasien drastisch erhöht wurde (mehr Prüfungsfächer, Mathe bis zum bitteren Ende Hauptfach, war vorher auch 3-stündig machbar). Und PISA bestätigte Deutschland eine gute Elite - nur darunter mangelte es ganz gewaltig. Und wir brauchen keine tolle, schmale Elite, sondern einen gut gebildeteten Mittelbau, der es schafft, die Aufgaben, die noch anfallen, auch bewältigen zu können.

Also das Niveau hat sich durch MEHR Prüfungsfächer nicht erhöht - das kann ich zumindest für Hessen sagen. Bloß weil wir mehr geprüft wurden, haben wir nich mehr gelernt. Der Unterricht viel genausohäufig aus wie sonst auch, gleichwie unfähige Lehrer in Fremdsprachen unterrichtet haben auf Grund eines Mangels den zu beheben die Reierung Koch sich nach wie vor nicht in der Lage sieht. Zumal wir an der Uni ja auch nicht ausreichend lernen, wie wir Schüler gut unterrichten können. Fachwissen bekommen wir reingeprügelt, mit Didaktik sind die äußerst sparsam. Nach wie vor. Meine Mathelehrerin hatte in ihrem Studiengang kein Stochastik drinne, dennoch hat sie das unterrichtet. Diesen unnützen Teil der Mathematik beherrsche ich auch erst seit zwei Semestern vollständig.

Die Besten in Deutschland sind im Übrigen immer noch schlechter als die Schlechtesten in Japan und Finnland... Und Selbst Bayern, Ba-Wü und Sachsen schaffen es nur ins obere Mittelfeld.

@ Opa - ich hab nix dagegen, wenn diese Angebote verpflichtend werden. Nur es bedarf mehr als nur eines Sprachkurses, und vor allem ist das ne Zumutung an Leute, die n Job kriegen, denen zu sagen: So ihr müsst aber noch euern Kurs machen, den darfste nicht annehmen, abends machen wir keine Kurse, weil die Arbeitsargentur da schon dicht hat, wir zahlen dir lieber weiter Sozialhilfe, bevor wir einen Abendkurs anbieten.
Im übrigen können Sozialleistungen ja bereits gestrichen werden, die rechtliche Grundlage ist ja da.
Nur ausreichend sollten diese Angebote doch bitte sein. Gerade Sprachkurse für türkische und polnische Mitbürger dürfen auch mal kostenlos sein (oder gleich für alle), die Probleme hat sich der Staat seit den achtzigern kontinuierlich selbst eingebrockt.

Naja, die Verdummung der Gesellschaft lässt sich zumindest in Hessen und Bayern sehr schön an den Schulbüchern festmachen. In unserer Unibücherei stehen zahlreiche Schulbuchjahrgänge Mathematik von Ende der 70er bis Anfang der 90er Teilweise sogar aktuelle Reihen. Letztere sehe ich aber auch im Einsatz immer mal wieder. Das, was in den 70ern in einem Hauptschulband teils alles drinnsteht an Stoff, suche ich in manchem Realschulbuch heutzutage vergebens. Da geht es nicht nur um überaltete Mengenlehre, sondern auch Primfaktorzerlegung, höhere Dezimalzahlrechnung und ähnliches. Konsistent sind da lediglich die Gymnasialwerke. Bitter, bedenkt man, dass die ersten zehn Schuljahre eines Realschülers seine Grundlage fürs Überleben am Gymmi sein sollen.

Empfindliche Strafen - zumindest finanzieller Art, sind beispielsweise bei meinen Lernhilfekids ziemlich sinnfrei, die zahlt nämlich das Amt bei Arbeitslosigkeit oder Geringverdienenden - das müsste sich drastischer auswirken. Die ein oder andere Ärztezulassung sollte auch mal entzogen werden bei uns im Umkreis, ich allein habe in meiner einen Klasse schon drei, die wegen jedem Mist mal für fünf Wochen krank geschrieben werden (übrigens alls Arier um Martins These mal zu stützen). Der Klassenlehrer hat die entsprechenden Ärzte jetzt weitergemeldet. Würden bestehende Gesetze seitens der Schulen allerdings stärker genutzt werden, könnte der Staat allein für Schulbeginn einen Großteil an Polizisten einstellen, bei mehrfachem Schulschwänzen dürfen, wenn das ordentlich gemeldet wird, die Schüler auch von der Polizei geholt werden (was leider auch vom Amt in den meisten Fällen gezahlt wird).

Offline Opa Steve

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #6 am: Juni 12, 2010, 06:04:00 Nachmittag »
Nur es bedarf mehr als nur eines Sprachkurses, und vor allem ist das ne Zumutung an Leute, die n Job kriegen, denen zu sagen: So ihr müsst aber noch euern Kurs machen, den darfste nicht annehmen, abends machen wir keine Kurse, weil die Arbeitsargentur da schon dicht hat, wir zahlen dir lieber weiter Sozialhilfe, bevor wir einen Abendkurs anbieten.

Es gibt genügend Abendkurse. Und wenn jemand einen Job hat, kann er den Kurs auch bezahlen. Wenn sich das finanziell nicht lohnt, dann frag ich mich, warum er überhaupt hier ist?

Zitat
Gerade Sprachkurse für türkische und polnische Mitbürger dürfen auch mal kostenlos sein

Wieso denn das?

Zitat
Das, was in den 70ern in einem Hauptschulband teils alles drinnsteht an Stoff, suche ich in manchem Realschulbuch heutzutage vergebens. Da geht es nicht nur um überaltete Mengenlehre, sondern auch Primfaktorzerlegung, höhere Dezimalzahlrechnung und ähnliches.

Ist doch logisch. Wenn jeder auf's Gymnasium drängt, bleibt für die Hauptschule doch nur noch wirklich totaler (sorry) Gesellschaftsmüll. Das ist doch eine Höchstkonzentration von Problemfällen, die fallen hintenrunter und haben keine "normale" Klassengemeinschaft, die noch motiviert und wo man Hilfe bekommt. Es gibt ja auch überhaupt keine Achtung mehr vor klassischen Hauptschul-Berufsgängen. Selbst wer mit Mittlerer Reife vom Gymnasium abgeht, der ist sich doch schon zu schade für Mechaniker - alle wollen sie irgendeinen "....Kaufmann" machen (Hauptsache klimatisiertes Büro), und die 60% Abiturienten können ja auch nicht alle später als Diplom-Chemiker enden und drängen mit Ach-und-krach-Abis von oben in die kaufmännischen Berufe rein.

Opa

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #7 am: Juni 12, 2010, 06:55:32 Nachmittag »

Zitat
Gerade Sprachkurse für türkische und polnische Mitbürger dürfen auch mal kostenlos sein

Wieso denn das?


Weil das die Bevölkerunsgruppen sind, die Deutschland sich rangeholt hat für die untersten Jobbs in der letzten Gastarbeiterwelle in den achtziger Jahren und sich nciht drumgescherrt hat, ob Familien nachkommen und was mit denen passiert. Die Suppe, die man sich einbrockt, sollte man auch selbst auslöffeln.

Vikingsgaard

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #8 am: Juni 13, 2010, 06:27:08 Nachmittag »

Zitat
Gerade Sprachkurse für türkische und polnische Mitbürger dürfen auch mal kostenlos sein

Wieso denn das?


Weil das die Bevölkerunsgruppen sind, die Deutschland sich rangeholt hat für die untersten Jobbs in der letzten Gastarbeiterwelle in den achtziger Jahren und sich nciht drumgescherrt hat, ob Familien nachkommen und was mit denen passiert. Die Suppe, die man sich einbrockt, sollte man auch selbst auslöffeln.

Sorry, aber das ist Blödsinn, Keks!

Es geht hier um Menschen, die in der 3ten Generation in Deutschland leben und keine Neu-Imigranten sind. Desweiteren stellt tatsächlich die muslimische Gruppe den höchsten Problem-Anteil dar, ausser die Marokkaner, die sind richtig fit. Meine Kollegen aus Russland, Polen, Ex-Jugoslawien oder sonst woher sprechen auch alle perfekt deutsch, obwohl die stellenweise auch nur den Grundkurs hatten, den sie machen mussten! Daran liegt es also nicht. Es ist der Integrationsunwille, der NUR von den Leutchen ausgeht, das ist Fakt! Und da gebe ich Oppa recht, dass JEDER diesen Kurs machen kann, wenn er nur will. Die beiden jungen Familien, die vor einem Jahr unter mir eingezogen sind, machen da auch keine Ausnahme. Die haben ingesamt 7 Kinder, wovon gerade mal die Älteste und die beiden Väter deutsch sprechen. Is ja auch klar, der gemeinsame Döner-Imbiss muss ja laufen. Alle anderen sind der deutschen Sprache NICHT mächtig!

Jut, die Sachsen auch nicht (des, du Nuss  :biggrin: ) aber wir haben uns vom Begrüßungsgeld wenigstens deutsches Bier gekauft!

Die Problematik ist Heute und Hier nicht mehr in den Griff zu bekommen, das ist klar, und die Politik hat da grundlegend versagt, das ist auch klar. Allerdings mache ich mir dann doch ein wenig Sorgen um die Zukunft, denn ihr habt alle Recht damit, dass der deutsche Nachwuchs sich auch ziemlich gehen lässt. Was mir auch Sorgen macht ist, dass dann Leute wie Sarrazin niedergebrüllt und verteufelt werden, nur weil er den Finger in die Wunde legt. Die Formulierung war wohl etwas unglücklich, aber die Kernaussage ist leider eine Tatsache.

Ich laber über solche Themen gerne mit den Leuten die es betrifft und ein paar gute Freunde, alles Türken übrigens, sehen das teilweise ähnlich wie Sarrazin, unglaublich, oder? Die Probleme sind Wirklich und das hat auch der türkische Ministerpräsident Erdogan schon geschnallt, welcher hier in Köln wohl so etwas wie eine Akademie gründen will. Bin ja mal gespannt... *blauäugig kiek*

kex

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Re: Deutschland droht Verdummung durch Einwanderer
« Antwort #9 am: Juni 14, 2010, 09:04:58 Vormittag »

Zitat
Gerade Sprachkurse für türkische und polnische Mitbürger dürfen auch mal kostenlos sein

Wieso denn das?


Weil das die Bevölkerunsgruppen sind, die Deutschland sich rangeholt hat für die untersten Jobbs in der letzten Gastarbeiterwelle in den achtziger Jahren und sich nciht drumgescherrt hat, ob Familien nachkommen und was mit denen passiert. Die Suppe, die man sich einbrockt, sollte man auch selbst auslöffeln.

Sorry, aber das ist Blödsinn, Keks!

Es geht hier um Menschen, die in der 3ten Generation in Deutschland leben und keine Neu-Imigranten sind.
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Ja gerade weil Deutschland sich zusätzlich zu diesem Integrationsunwillen nicht gekümmert hat - ich bestreite ja gar nicht, dass dieser nicht besteht. Und ich gehe mit Opa auch konform, dass es Sanktionen geben muss. Ich finde es aber unfair, dass sich um Russische Einanderer gekümmert wurde und immer noch wird, bis zum gehtnichtmehr, während die Türken jahrelang links liegen gelassen wurden - bzw. es niemanden interessiert hat, ob die nu Deutsch können oder nicht - war ja bei den Jobs damals nicht nötig und es waren genug der eigenen Landsleute da um sich untereinander mit Arbeit auszuhelfen. Wenn ein Staat da aber munter wegschaut, dann isser selbst Schuld und sollte da von sich aus mal in die Vollen gehen und nicht nur alles über Sanktionen regeln.

Wir haben hier in Hessen übrigens auch einen hohen Problemanteil in Russen (bei mir in der Heimatregion wohl gemerkt, nicht flächendeckend), auch in Frankenthal nähe Ludwigshafen waren es vor allem Russen und Polen, deren Kinder alle nur gebrochen Deutsch konnten, weil es dort auch diese Parallelgeselschaften gab. Hier macht sich der Staat allerdings die Mühe mit Sozialarbeitern in die Familien zu gehen und in sämtlichen Schulen im Gründauer Umkreis bemühen sich die Lehrer um adäquaten Förderunterricht - wenn das mal keine Ungleichberechtigung ist, weiß ich auch nicht.

Ich finds gar nicht so abwegig, dass einige das sehen wie Sarazin, das ändert nichts, dass mir bei dem der Blick auf die Maßnahmen fehlt und das Deutschland sich reinhängen muss, um seinerseits einiges auszubügeln.
Eine türkische Schule, nach dem Vorbilde Erdogans, bringts übrigens nicht meiner Meinung nach (zumindest so, wie ich sein Modell verstanden habe) - die hat nicht den Zweck deutsche Sprache zu vermitteln. In Hamburg gibts ein ganz gutes Modell, da haben türkischstämmige Kinder bilingualen Unterricht, also zusätzlich zur deutschen Sprache auch Fachunterricht in der eigenen Muttersprache, dass die diese zum einen gescheit können und darüber die deutsche Grammatik besser erlernen. Deutsche Kinder dürfen da auch dran teilnehmen. Die Eltern werden da seitens der Schule auch stark mit eingebunden.

Die Examensarbeit, die ein Kumpel und ich schreiben, hat übrigens den Aspekt Sprache als Thema. Wir haben festgestellt, dass fremdsprachige Kinder meistens mit Fördermaßnahmen für deutschsprachige schwach Schüler gefördert werden - das geht bei Russisch und Polnisch wie auch französisch noch gut, weil die sprachen sich in ihrer grammatikalischen Struktur ähnlich sind, bei Türkisch, ungarisch oder dem arabischen Sprachraum ist das allerdings ein regelrechtes Drama, wenn die Schüler kein Verständnis für die Struktur der Sprache aufbauen können.